Windenergie und Umweltschutz

Unser Strom wird heute zu ca.60 Prozent in fossilen Kraftwerken erzeugt, in denen die Energieträger Kohle, Öl und Gas verfeuert werden. Das dabei entstehende Kohlendioxid-Gas (CO2) ist ein Hauptverursacher des Treibhauseffekts und damit der drohenden Klimakatastrophe.
Der durch den Treibhauseffekt verursachte Temperaturanstieg wird sich, sofern nicht massiv gegengesteuert wird, weiter verstärken – mit allen sich daraus ergebenden zerstörerischen Konsequenzen für uns und unsere Umwelt. Damit wird, unabhängig von der Begrenztheit fossiler Energieträger, die Umstellung auf neue, saubere Energiesysteme zu einer Schlüsselfrage unserer Industriegesellschaft.
Die Senkung des CO²- Ausstoßes bedarf enormer
Anstrengungen und der Umsetzung eines breit-gefächerten Maßnahmenkataloges.
Die Lösungsstrategien gehen in drei Richtungen:
· Nutzung der Einsparmöglichkeiten im Energieverbrauch
· Reduzierung des Schadstoffausstoßes, insbesondere des C02, welches zu 80 % in der Energieproduktion freigesetzt wird
· Konsequenter Ausbau regenerativer Energiesysteme wie Wind- und Wasserkraft, Biomasse und Solaranlagen
Bei den regenerativen Energiesystemen ist die Windenergie zusammen mit der Wasserkraft eine der wirtschaftlichsten Möglichkeiten, schadstofffreien Strom zu produzieren.

Nach dem Stand 04.04.2018 sind in Deutschland 29213 Anlagen mit einer Leistung von 52.931 Megawatt installiert. Sie produzieren 110 TWH Strom pro Jahr und damit mehr als Atomkraft- und Steinkohle-Kraftwerke, das sind ca. 21% des Nettostromverbrauchs.


Stichworte zur wirtschaftlichen Bedeutung der Windenergienutzung:

Die deutsche Windkraftindustrie bietet derzeit ca. 100.000 Arbeitsplätze (Quelle:Bundesverband der Windenergie e.V.) u. a. auch bei Liebherr Biberach. Der in jüngster Zeit aufgekommenen Diskussion um den Landschaftsverbrauch durch Windkraftanlagen sind die großen Naturschutzverbände
entschieden entgegentreten, indem sie ausdrücklich einen weiteren geplanten Ausbau der Windkraft befürworten.

Besonders stark erschlossen ist die Nutzung der Windenergie bereits in den Küstenregionen. In Deutschland könnten OffShore-Anlagen bis zum Jahr 2030 ca. 60% der Stromerzeugung aus alternativen Quellen beitragen.
Durch die an den Küsten gewonnenen Erfahrungen sowie die weiter gesteigerte Wirtschaftlichkeit moderner Windkraftanlagen ist auch die Nutzung windstarker Binnenlandstandorte wirtschaftlich sinnvoll. Der für die Windkraftanlage der Bürger-Windenergie Ummendorf GmbH&CoKG
ausgewählte Standort befindet sich am Rand eines Plateaus oberhalb des Risstales. Allein die Windkraftanlage in Ummendorf kann den CO2 – Schadstoffausstoß um jährlich ca.670 Tonnen reduzieren.
Die Beteiligung am Windkraftrad Ummendorf ist damit ein positives Beispiel für die Realisierung technisch anspruchsvoller und ökonomisch sinnvoller Energiesysteme.

Standort WKA